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Vortagung

Dienstag, 15. September 2026 14:00 - 18:00 CEST Ágnes-Hel­ler-Haus

Kategorie: 🔷 Vortagung

Zugang nur mit gültigem Ticket (Vortagung)

Big Tech und deren monopolistischer Einfluss, die sozialen Medien als Beschleuniger für Intoleranz, Hassrede und antidemokratischer Tendenzen sowie die immer größere Notwendigkeit, beträchtliche Summen dort für Sichtbarkeit zu investieren, sind Themen, die uns auch in der Wissenschaftskommunikation immer stärker begleiten und herausfordern. Gibt es Möglichkeiten und Strategien, erfolgreich mit diesen Herausforderungen umzugehen? In der Vortagung zur Jahrestagung des Bundesverbandes Hochschulkommunikation wollen wir uns mit Unterstützung von EUPRIO und UNI.PR (Ö) mit diesem Themenkomplex beschäftigen und die eine oder andere Alternative zu den unvermeidbar erscheinenden Kanälen vorstellen und diskutieren. Mit diesen Alternativen kann es gelingen, unsere digitale Souveränität zurückzugewinnen.

Ablauf:
Dienstag 14:00–18:00 Uhr

Offene Wissenschaft, offene Infrastruktur: Im Dialog mit der Community zu digitaler Autonomie

Babette Knauer · Leiterin Kommunikation, Universitätsbibliothek Groningen (NL)

Wer Open Science lebt, kann nicht glaubwürdig auf geschlossenen kommerziellen Plattformen kommunizieren. Wie wird die gesamte Universität Groningen digital unabhängiger – und wie gestaltet sie diesen Weg gemeinsam mit der Community? Open Science und digitale Autonomie folgen derselben Logik: Beide lassen sich nicht von oben verordnen, beide brauchen die Gemeinschaft als Motor. Babette Knauer berichtet aus der Praxis: von Erfahrungen mit Mastodon und PeerTube über die gemeinsam entwickelte Roadmap bis hin zu Initiativen, die die Community einladen, digitale Autonomie an der Universität aktiv mitzugestalten.


Mastodon: Einführung und Blick hinter die Kulissen

Felix Hlatky · Executive Director, Mastodon

 Wie ist Mastodon aufgebaut, wie funktioniert das Fediverse, und was unterscheidet dezentrale von kommerziellen Plattformen? Felix Hlatky gibt einen strukturierten Überblick – von Grundprinzipien über Serverstrukturen bis hin zu praktischen Fragen des Einstiegs für Institutionen.

 

Mit dem idw ins Fediverse: Hands-on Mastodon-Workshop für Hochschulkommunikator:innen

Jessika Koentjoro (Social-Media-Redakteurin, idw) · Dr. Svenja Niescken (Geschäftsführerin, idw)

Praktischer Einstieg in Mastodon und das Fediverse – rund um die Mastodon-Instanz wisskomm.social, die der idw speziell für die Wissenschaftskommunikations-Community betreibt. Der Workshop vermittelt, wie man einen Account anlegt und einrichtet, wie man die eigene Institution sinnvoll präsentiert und welche Routinen sich für die tägliche Nutzung bewährt haben: von der Profilgestaltung über das Finden relevanter Kontakte bis hin zu Rhythmus und Format gelungener Beiträge.

 

Mittwoch 9:00–12:00 Uhr

Wikipedia und Wikimedia-Projekte in der Wissenschaftskommunikation: Einführung und erste Schritte

Elisabeth Mandl (Kommunikationsmanagerin Neue Ehrenamtliche, Wikimedia Deutschland) · Karoline Lölhöffel (Managerin Community Onboarding, Wikimedia Deutschland)

Einführung in Wikipedia und die Wikimedia-Projekte als Instrumente der Wissenschaftskommunikation – mit praktischen ersten Schritten für Institutionen.

 

Das Wikipedia-Projekt an der Universität Innsbruck: Umsetzung, Kooperationen und Erfahrungen

Christian Flatz · stellvertretender Leiter, Büro für Öffentlichkeitsarbeit, Universität Innsbruck

Einblick in die Umsetzung des Wikipedian-in-Residence-Projekts, Kooperationen mit der lokalen Community, Konferenzen und Ausblick auf künftige Projekte.